Spätestens seit Terminator 2 wissen wir es doch alle:
"Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied."
Im Umkehrschluß sind wir dann auch im Grunde genauso dafür verantwortlich, wenn das mit dem Glück - oder stapeln wir mal etwas tiefer und realistischer und nennen es eine ansatzweise Zufriedenheit mit der Gesamtsitution - nicht so hinhaut.
Dass ich selbst an allem Schuld bin, ist mir zwar kein neues Konzept:-P - als ganz objektiv gesehen hässlicher Mensch hatte ich Selbsthass schon immer in ausreichendem Maße am Start -, zumal man als Atheist auch nicht die Möglichkeit hat alles auf JHC oder gar den nach allen derzeitigen Indizien scheinbar taubstummen, blinden und gelähmten Herrn mit G zu schieben. Höchstens das "Schicksal" könnte man noch eine Runde anbitchen, dafür, was es mit einem so getan hat.
Aber dazu hat sich dann im weitestens Sinne Mary Pickford doch mal sehr treffend geäußert:
"You may have a fresh start any moment you choose, for this thing that we call "failure" is not the falling down, but the staying down."
Und ja, die Möglichkeit statt einen Neustart zu machen, sich der verfahrenen Situation zu ergeben und the end of laughter and soft lies herbeizuführen, begleitet mich zwar schon nahezu mein gesamtes Leben aber das wäre bekanntlich eine endgültige Lösung und gegenüber 2-3 Leuten auch recht unverantworlich, rücksichtslos und egozentrisch. Deshalb also meine diversen Anläufe in Richtung Verbesserung der Gesamtsituation. Sei es die kurzlebige Reihe "ein Foto pro Tag" hier auf'm Blog oder mein Umzug Anfang des Jahres.
Selbstdezimierung habe ich vor 8-9 Jahren schon mal als Lösungsansatz durchgezogen. Allerdings bekam ich das Erreichen meines Idealgewichts irgendwie nicht bewußt genug mit, um mich nach 18 abgearbeiteten Kilos darüber zu freuen oder sonstwie eine Stimmungsaufbesserung zu merken. Mehr oder minder zeitgleich hat auch mein
Rikscha Schicksal bzw. eher das einer anderen Person, mal eben ein bisschen auf den Punkt fokussierte mass destruction angewendet und sich scheinbar gesagt: "ihr wollt ein Leben lang zusammen sein? was, wenn einer von beiden nicht mehr da ist?". Eine Art komplett witzlose "was passiert dann"-Maschine wurde in Bewegung gesetzt.
Nach den Cowboy Junkies stellt sich dann die Frage, ob man komplett verloren ist:
"Two are born to cross
their paths, their lives, their hearts.
If by chance one turns away
are they forever lost?"
Ich weiß es nicht, bin aber erstmal dabei alle Möglichkeiten zur Gesamtsituationsverbesserung auszuprobieren, bevor ich mir frei nach Pickford vorwerfen muss, einfach "unten geblieben zu sein" und mir dann einen Neustart selbstgewählt unmöglich zu machen.
Daher ist jetzt seit vergangenem Mittwoch das Projekt Selbstdezimierung 2.0 am Start;).
Normalerweise würde ich das schön für mich behalten:-P. Wäre auch viel weniger peinlich aber rein psychologisch ist der Erfolgsdruck natürlich höher, wenn man es öffentlich macht. Und da das Blog hier ja nur eine sehr überschaubare "Öffentlichkeit" erreicht, ist es im Grunde ja doch irgenwie noch eine Privatangelegenheit zwischen mir und Serendipity;).
Die Rahmenbedingungen:
• erstes Zwischenziel: 10 kg bis 25.10. (Grund für das Datum sind Indigo Girls Konzerte in UK, die ich belohnungstechnisch einsetzen könnte;))
• zweites Zwischenziel: 5 weitere kg bis 12.12.09
• insgesamt sind 53 kg abzuarbeiten

(man könnte auch sagen, ich muss mir ein komplettes magersüchtiges Supermodel abtrainieren;))
Das wird also wat länger dauern.
Grobes Ziel 12.12.10