angels wanted to wear her red shoes
~~~
"though lovers be lost
love shall not and
death shall have
no dominion"
~~~
"not to complain,
we’re just bereft,
not deserted
Lord knows
your rest was deserved
It’s just
your absence is present
in all that I do"
Upcoming Gigs
Indigo Girls
25.10.2009
Shepherd's Bush Empire - London Indigo Girls
26.10.2009
Concorde 2 - Brighton
Köln Hauptbahnhof. Nach 1 1/2 Tagen GamesCom klettere ich in den IC (leider ohne E). Meine Platzreservierung ist in Wagen 258. Als Gewohnheits-ICE-Fahrer erwarte ich jetzt natürlich einen Zug mit mindestens 258 Wagen, is' klar;). Da der Wagenstandsanzeiger selbstverständlich nicht in fussläufiger Nähe des Treppenaufgangs ist, von dem aus ich an den Bahnsteig komme, steige ich recht ziellos in irgendeinen Wagon ein. Nur um mich dann im Zeitlupentempo durch zu enge Gänge von Wagon zu Wagon zu schleichen. Mit Rucksack auf dem Rücken und Trolley in der Hand und jeweils mindestens 15 Leuten vor und hinter mir. Wie gut, dass ich meine Klaustrophobie nicht mitgenommen hab.
Natürlich ist mein reservierter Platz besetzt. Da die gute Dame aber noch mehr Gepäck dabei hat, als ich und mir vor der Stalperei bei dem wenigen Platz graut, zu der es zweifelsohne käme, wenn ich sie bitten würde aufzustehen, halt ich die Klappe und stell mich zwischen die Abteile. Was bei ICs heißt: vor die Toilette und mangels gepflegtem ICE Teppichboden auch ohne un-eklige Sitzgelegenheit in Reichweite. Ich bin leicht angesäuert. Zu ziemlich gleichen Teilen wegen der Platzdiebin als auch wegen meiner übertriebenen Höflichkeit oder seien wir ehrlich: Mangel an Tendenz mal auf dicke Hose, äh Bluse, zu machen und einfach meinen Platz einzunehmen.
Leise vor mich hin brodelnd fahren wir den ersten Zwischenhalt an. Es werden 2 der drei Plätze frei, die "meinem" Platz direkt gegenüber sind. Zaghaft schleiche ich mich an, um mir den Platz zu nehmen, der noch einen freien Platz zwischen mir und meiner zukünftigen Sitznachbarin lässt. Sie spricht mich an: "der ist glaub ich reserviert aber der hier direkt neben mir ist frei. [10 Sekunden Pause] Vermutlich." "Vermutlich ist besser als gar nichts." antworte ich, gebe ihr mein bestes "wir kennen uns nicht aber ich unterhalte mich hier mit Ihnen total relaxt"-Lächeln und habe fortan eine Sitzgelegenheit. Schön. Ab und an werfe ich für meine Verhältnisse grenzgiftige Blicke gen meines eigentlichen Sitzplatzes und der Sitzdiebin aber hey, sie denkt wahrscheinlich mich, den eigentlich Platzreservisten, gibt's nicht. Jedenfalls nicht in diesem Zug. Wie soll sie's wissen, dass ich "an Bord" bin, ich hab mich ja nicht bemerkbar gemacht.
Ich kühle mich gedanklich also recht zackig ab und beginne mit meinem normalen Zugmodus: mp3 Player (bzw inzwischen natürlich Smartphone;)) auf die Ohren und erfolglose Schlafversuche, sowie teils gelangweiltes, teils landschaftbewunderndes aus dem Fenster blicken.
Dumm nur, dass der Handy Akku jetzt leer ist.
Dumm auch, das die Fahrt noch weitere 2 Stunden dauert.
Für den Rest der Fahrt bin ich also auf Schlafversuche und zielloses aus dem Fenster starren reduziert.
Die mir gegenübersitzende Frau Sitzdiebin ebenso. Sie gähnt. Ich gähne. Sie pennt ein paar Minuten. Ich gähne. Sie pennt weiter, ich kann nicht aufhören zu gähnen.
Eins der Riesengepäckstücke meiner Sitzdiebin fällt um. Ich sitze etwas näher daran als Frau Diebin also springe ich auf und bringe ihr Gepäck wieder in die aufrechte Position. Sie bedankt sich.
Als sie in Harburg aussteigt, sagt sie Tschüss, ich ebenso. Geteiltes Langeweile-IC-(oder auch ICE)-Leid schweißt eben zusammen.
Selbst Sitz-Diebe und Sitz-Bestohlene;).
Und jetzt ist er frei.
Mein Platz.
Von Harburg den ganzen Weg bis nach Hamburg Hbf.
Wildfremder Mitt-Zwangiger Typ geht auf dem Weg vom Bus nach Haus mit mir plötzlich auf einer Höhe. Er guckt mich an. Ich guck ihn an. Wir nehmen beide unsere mp3 Player Ohrstöpsel raus und schnacken drauflos. Er hat hier auch mal gewohnt, ist jetzt auf Besuch hier. Wie es kommt, dass ich im strömendem Regen im T-Shirt rumlaufe. Hab ich's verplant oder ist es mir einfach scheissegal? Mir ist's egal. Ob ich rauche. Nein. Ist auch besser so, sagt er. Ich muss hier abbiegen, viel Spass noch! - Entspannten Abend wünscht er mir.
Ich hätt ihm um den Hals fallen können dafür, dass er mich angequatsch hat und so locker flockig mit mir geredet hat. Es ist eben sehr, sehr einfach mir eine Freude zu machen;).
Da stört es fast gar nicht, dass er mich, glaube ich, für einen Typen hielt. Gut, es war dunkel und ich hatte meine neonfarbenen High Heels nicht an.
ich kann doch nicht immer meine Enttäuschung verbergen
ich kann doch nicht immer die leichtsinnigen so Dahinfrager mit der erwarteten Standardlüge "alles klar" ungeschoren davonkommen lassen
ich kann doch nicht immer denken du schaffst das schon
ich kann auch nicht immer so tun als ob ich klarkomme
ich kann auch nicht immer meine Traurigkeit weglügen
aber ich kann... mir einen beliebigen Stern am Nachthimmel aussuchen & ihn Horst nennen.
Ich soll Dir schreiben, das der STAUBWEDEL, mit Teleskop bei uns rumliegt.
Wir haben schon eine "Wurftaube" angeheuert, die Dir das Ding kurz rüberfliegt. Die Taube muß noch flugtechnisch angelernt werden. Wenn sie nachts fliegt solltest Du mit der Taschenlampe Zeichen geben. Etwa so, 2 x kurz und 3x lang. Der Landeanflug wird ca. 2-3 Stunden brauchen, da die Landemöglichkeiten auf Deiner Veranda beschränkt sind. Die Taube fliegt sofort zurück, etwas zu trinken für sie wäre daher angebracht. (Ein normaler Weinbrand oder ein Körnchen reicht für sie aus.)
Übrigens, es klappt mit dem Scannen meiener Schützenberichte ganz hervorragend, dank Deiner "Altenhilfe". Besten Dank dafür.
Ich glaub, da fragt man sich nicht wirklich mehr, woher ich meinen schrägen Humor hab:-P.
I saw some generic headstones today:
Mother, Father, Daughter, Son, Wife and Husband.
At first I found it shallow and disrespectful.
On second thought though it is actually not a bad idea for people like me whose loved one(s) aren't buried in this country or didn't get a proper burial at all. This way you have some place to go to.
On a different note:
I didn't think I'd see a snowman on a cemetery.
Keine Veränderung seit dem letzten Eintrag, was natürlich ein Rückschlag ist aber vorerst wird noch nicht aufgegeben. Da geht noch was. Muss ja! Spocht, Spocht, Spocht!
Ich selbst bin nicht sonderlich kinder-affin.
Die Idee sich selbst multiplizieren zu wollen, erscheint mir absolut grotesk. Wie kann man das ernsthaft jemand antun wollen? Wo nimmt man die Chutzbe (sp?) her, dass es dem Allgemeinwohl dient, wenn man sich multipliziert?
Vor allem bewundere ich die Eltern dieser Welt darum, dass sie offensichtlich so ins sich selbst ruhen, dass sie sich nicht nur der Berechtigung und Sinnhaftigkeit ihrer eigenen Existenz absolut sicher sind, sondern gleich auch noch deren ihrer Kinder. Persönlich versuche ich mich noch krampfhaft von ersterem zu überzeugen.
ABER einige Menschen haben a) so unglaublich knuffige Kinder in ihrem Bekanntenkreis und können b) so sympathisch über mit eben diesen Kindern erlebte Stories schreiben, dass man zumindest im living vicariously Sinne (wie übersetzt man bloss living vicariously?! egal) daran Gefallen finden kann.
Und ja, da kommt so etwas wie Neid auf. Weniger was die Kiddies angeht, sondern Neid bzgl. der anderen Lebenseinstellung, der anderen Lebensumstände und wahrscheinlich noch so einiger Dinge mehr.
Wer auch ein bisschen aus der Ferne mitleben möchte, liest den Eintrag bei e13.de, der diesen hier hervorrief und sucht dort vllt. mal nach "Captain Jack", um mehr ebenso schöne kleine erlebte Dialoge nachzulesen.
I wouldn't be writing about this "holiday" myself but Jamie Lee Curtis does, so go read her blog @ Huffington Post.
Excerpt:
I have often wondered about people's desires to be frightened and freaked out; to me, life is scary enough. But since the beginning of time human beings have been drawn to the macabre. After seeing The Exorcist for my 15th birthday I received the nickname "Dimmy" from the ghost of the priest, Damien's mother calling out to him "Dimmy, (short for Damien) why you do this to me Dimmy?" I was so freaked out that my 1972 Mercury Capri had the vanity plate "Dimmy." Subsequently I have learned that I scare easily and ironically, horror films were my first claim to fame. Go figure.
Read more at:
http://www.huffingtonpost.com/jamie-lee-curtis/trick-or-treat-or-terrify_b_340291.html